Aug 28th, 2006 | By | Category: Allgemein

In einem Jahr bin ich kahl oder grau, eines von Beiden. Im Augenblick läuft vieles aus dem Ruder. Die Falten auf meiner Stirn werden tiefer und tiefer, meine Mimik ist meist verkniffen, die Hände zittern.

In den letzten Wochen plagt mich ein Zipperlein, der rechte Daumen und Zeigefinger kontrahieren unkontrolliert.

Der Urlaub letzte Woche hat mir zumindest einmal die Gelegenheit verschafft, ein paar Tage meiner Welt zu entfliehen. Zurück staune ich vor allem der Dinge die da harren.

Was ich meine? Angefangen bei … , dessen Freundin bei ihm ausgezogen ist: „Wir sind einfach viel zu früh zusammen gezogen, sonst ist aber alles in Ordnung, wir sind immer noch zusammen und so…!“ Was auch immer das am Ende wirklich bedeutet.

Ãœber meine Verwandtschaft. Hier ist jemand mit einem kaputten Knie im Krankenhaus gelandet, dort ist jenes und überhaupt. Den größten Schrecken hat mir mein Kontoauszug beschert… jeden Monat auf’s Neue, aber diesmal besonders schlimm.

Kann man denn Niemanden mehr für ein paar Tage allein lassen?!

Blöde Frage. Klar kann man, die Dinge entwickeln sich wie sie sich entwickeln, früher oder später. Selbst ich weiß, das es Blödsinn ist Entwicklungen, mögen sie auch noch so unerwünscht erscheinen, aufzuhalten. Es geht nicht!

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt und drittens, und das ist das Wichtigste, kommt es wie es kommen soll. Manchmal vergesse ich das. So wie ich Zuweilen vergesse, dass am Ende doch alles irgendwie doch noch gut wird, wenn man sich ins Zeug legt und sein Bestes gibt.

Immer das Bestmögliche aus jeder Situation machen, wenn es auch schwer fällt. Gestern Abend habe ich Paul Austers „Mond über Manhatten“ angefangen. Die Hauptperson, Marco Fogg, ist mir sympathisch, weißt er doch einige Züge auf, die mir nicht unvertraut sind, in einer Situation, die mich an die meine erinnert. Das Leben imitiert die Kunst und umgekehrt, auf den ersten 70 Seiten wenigstens.

Mir fällt gerade auf, das meine „Problemchen“ eigentlich belangenlos erscheinen. Objektiv betrachtet. Für mich sind sie durchaus ernst.

Gerne würde ich aufhören über die Zukunft zu grübeln und nachts wieder gut schlafen.

4 comments
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  1. *kommt es wie es kommen soll..*

    ich stell mir gerade vor:

    ich stehe ganz alleine da und ES kommt..
    was auch immer das ist, ES kommt garantiert. Ich nenne es manchmal Nackenschläge oder auch Kopfnüsse.

    reine Nervensache.
    Nein. ich habs nichts getrunken,
    lieben Gruß

  2. DECKUNG!!!

  3. dicht vorbei ist auch daneben. Nochmal davongekommen.

  4. lol *gg*

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